Ausflug zum Kap Arkona auf Rügen

Unser Kurzurlaub auf Rügen begann mit einem Ausflug nach Kap Arkona. Kap Arkona auf Rügen wurde zum Flächendenkmal erklärt und dazu gehören auch das Fischerdorf Vitt und die Gemeinde Putgarten. Kap Arkona ist das beliebteste Ausflugsziel auf Rügen.

Wir fuhren mit dem Auto von Binz in Richtung Norden. Kap Arkona ist sehr gut ausgeschildert und wir kamen nach einer guten Stunde Putgarten an. Hier befindet sich ein großer Parkplatz für die Besucher. Putgarten und Kap Arkona sind für den normalen Verkehr gesperrt. Somit nutzen auch wir den Parkplatz Putgarten. Direkt vor dem Parkplatz ist gleich eine Haltestelle der Kap Arkona Bahn. Die Entfernung vom Parkplatz Putgarten zum Kap Arkona beträgt ca. 3 km. Das kann man auch laufen, aber wir fanden es bequemer, mit der Bahn zu fahren.

Kap Arkona Bahn

Die Kap Arkona Bahn auf Rügen ist eine kleine Bimmelbahn, die auf der Straße fährt und die Touristen zum Kap Arkona und nach Vitt befördert. Die Haltestellen der Kap Arkona Bahn sind am Parkplatz Putgarten, zum Umsteigen am Rügenhof, am Kap Arkona und am Ortseingang vom Fischerdorf Vitt.

Preise der Kap Arkona Bahn

Die Fahrkarten-Preise der Kap Arkona Bahn sind relativ human. Die hier genannten Preise gelten für Erwachsene.

  • 1 Strecke, als nur Hin oder Zurück (Kap Arkona oder Vitt): 2,00 Euro
  • 2 Strecken, Hin und zurück: 3,50 Euro
  • Rundkurs / mit Umsteigen: 4,00 Euro

Wir entschieden uns für die Fahrt mit Umsteigen, denn wir wollten uns auch das kleine Fischerdorf Vitt ansehen – wenn wir schon mal da sind. Wir kauften uns also Fahrkarten und konnten auch sofort in die Bahn einsteigen.

Sehenswürdigkeiten am Kap Arkona

Als erstes fuhren wir zum Kap Arkona. Der (fast) nördlichste Punkt von Deutschland befindet sich auf der 45 Meter hohen Steilküste. Außerdem findet man hier gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Zuerst gingen wir an den Leuchttürmen und an den Bunkeranlagen vorbei in Richtung Steilküste. Nach einem kurzen Waldweg kamen wir am Kap an und uns bot sich sehr schöner Ausblick auf die Ostsee. Ein Stück weiter führt eine Treppe, die Königstreppe, die Steilküste hinunter. Unten angekommen wurden wir uns über tatsächliche Höhe der Klippen bewusst. Kap Arkona ist schon ein sehr schönes Stück wilde, ungezähmte Natur und gehört definitiv zu den TOP Sehenswürdigkeiten auf Rügen.

Wieder oben, gingen wir zurück zu den Leuchttürmen. Davon gibt es am Kap Arkona insgesamt drei. Die Leuchttürme, die man alle besichtigen kann, prägen das Bild von Kap Arkona. Der kleinere Leuchtturm, auch als Schinkelturm bezeichnet, und der große Leuchtturm (Neuer Turm) stehen direkt nebeneinander am Kap. Der dritte, der Peilturm mit Glaskuppel, steht etwas Abseits Richtung Jaromarsburg. Natürlich wollten wir auch den Blick vom Leuchtturm genießen. Wir erklommen die steile Wendeltreppe des großen Leuchtturms und vor uns lag ein sensationeller Blick auf Kap Arkona und die Ostsee. Nachdem wir diesen schönen Ausblick ausgiebig genossen hatten, gingen wir wieder runter.

Hier machten wir Bekanntschaft mit modernen Seeräubern in Form von Würstchen-, Getränke- und Eis-Verkäufern, Imbiss- und Toilettenbesitzern. Die Besucher werden hier mit hohen Preisen extrem vom Geld erleichtert und auch für Touristen, die sich selbst erleichtern müssen, wird der Gang zur Toilette erst nach dem Bezahlen, durch ein massives Drehkreuz freigegeben. Das ist moderne Wegelagerei pur!

Unser Weg führte uns an der Wetterstation weiter Richtung Jaromarsburg. Die Reste der slawischen Burg können leider nicht mehr besichtigt werden. Deshalb gingen wir wieder zurück zur Haltestelle der Kap Arkona Bahn. Mit der Bahn fuhren wir zum Umsteigepunkt „Rügenhof“. Der Rügenhof Kap Arkona ist ein alter Gutshof, wo es heute Kunsthandwerk und regionale Spezialitäten gibt. Nach einer kurzen Wartezeit stiegen wir in die nächste Bahn und fuhren in das Fischerdorf Vitt.

Fischerdorf Vitt

Die Haltestelle befindet sich am Ortseingang von Vitt und von hier kann man die achteckige kleine Kapelle des Ortes sehen. Die sehr einfache Kirche ist durchaus sehenswert und wird noch heute von den Einheimischen genutzt.

Das Fischerdorf Vitt liegt direkt am Meer in einer Senke. Die reetgedeckten Häuser des alten Fischerdorfes sind ein malerischer Anblick, aber auch hier hat der Tourismus Einzug gehalten. Überall werden geräucherte Fische, Fischbrötchen und Kaffee & Kuchen verkauft. Wir gingen bis zur Mole hinunter. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf das steile Kliff vom Kap Arkona. Dann war es für uns Zeit für eine kleine Stärkung, denn Seeluft macht ganz schön hungrig. Wir genehmigten uns ein Fischbrötchen, Dicke Milch mit Sanddorn-Sirup und als Nachspeise noch ein Sanddorn-Eis. Satt, zufrieden und ganz schön geschafft gingen wir wieder zur Haltestelle, die uns zum Parkplatz zurückbrachte.

Inzwischen war es schon später Nachmittag und wir fuhren wieder Richtung Binz. Um noch ein bisschen die Sonne am Ostseestrand zu genießen, hielten wir an einem der zahlreichen Parkplätze zwischen Juliusruh und Glowe an und gingen zum Strand. Dieser sehr schöne Badestrand befindet sich auf der Schaabe. Die Schaabe ist ein schmaler Landstreifen zwischen Juliusruh und Glowe und bildet eine riesige natürliche Badebucht an der Ostsee. Hier ruhten wir uns vom Sightseeing am Kap Arkona aus uns sammelten die ersten Steine am Strand.

Der Ausflug zum Kap Arkona auf Rügen war sehr schön und die Sehenswürdigkeiten sind absolut empfehlenswert.

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