Hochwasser in Schönebeck (Elbe) 2013

Das Elbe Hochwasser 2013 in Schönebeck wurde mit dem höchsten Pegelstand zur Flut-Katastrophe – Straßen standen unter Wasser und Stadtteile wurde evakuiert.

Durch das drohende Hochwasser wurde am 04.06.2013 in Schönebeck/Elbe der Katastrohenzustand ausgerufen und im gesamten Salzlandkreis gilt die Alarmstufe 4.

Nach dem verheerenden Hochwasser in Sachsen rollte die Flut nun auch auf Sachsen-Anhalt zu. Auch in Schönebeck versuchte man sich gegen das nahende Hochwasser der Elbe zu schützen. Die Pegelstände wurden anfangs unter dem Jahrhunderthochwasser von 2002 prognostiziert, doch dann schnell nach oben korrigiert.

Hochwasser-Schoenebeck-2013Am Schönebecker Elbufer wurden Schutzmaßnahmen gegen das Hochwasser getroffen. Es wurden Dämme aus mobilen Schutzwandsystemen und Sandsäcken errichtet. Vorsorglich wurde das Pretziener Wehr gezogen, damit das Wasser aus der Elbe in den Kanal fließen kann, um so Magdeburg, Schönebeck und die umliegenden Ortschaften vor dem Hochwasser zu schützen.

Inzwischen sind sehr viele Helfer unterwegs, um Schönebeck vor dem Hochwasser 2013 zu schützen. Nun kam das Hochwasser unaufhaltsam auf Schönebeck zu. Durch das Hochwasser kam es zu den ersten Straßensperrungen. Die B 264 a in Plötzky, die Landstraße von Pretzien nach Ranies, das Elbtor in Schönebeck, Müllerstraße, Baderstraße, die Wächterhäuser und die Amtsbreite wurden gesperrt.

Der Elbe-Pegel steigt unaufhörlich weiter und die Altstadt Schönebeck sowie die Wilhelm-Hellge-Straße werden für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Es folgen die ersten Stromabschaltungen und Evakuierungen in der Straßen Elbtor, Elbstraße, Müllerstraße und Grabenstraße.


Immer wieder wird der zu erwartende Pegelstand nach oben korrigiert. Der Pegel in Barby erreichte den historischen Höchststand von 7,51 Meter. Inzwischen wird von einer Jahrhundertflut in Schönebeck gesprochen – und immer noch stapeln die vielen freiwilligen Helfer Sandsäcke. In der Schönebecker Amtsbreite gab es einen massiven Wassereinbruch. Die Altstadt wurde überflutet und musste evakuiert werden.

Der Hochwasserscheitel wird nun am Sonntag, den 09.06.2013 erwartet. Am Morgen gab es einen erneuten Wassereinbruch am Elbweg. Die Helfer kämpfen unermüdlich gegen das Hochwasser, das mit dem Pegel von 7,62 Metern seinen Höchststand in Schönebeck erreichte.

Aufgrund eines Deichriss von 10 Zentimetern und die dadurch entstehende Gefahr musste Ranies evakuiert werden. Davon waren dann auch Grünewalde und Elbenau betroffen.

Inzwischen ist auch der Oberbürgermeister aus dem Urlaub zurück und informierte sich über die Ausmaße des Hochwassers in Schönebeck. Langsam ging das Hochwasser zurück, der Pegel fällt – doch die Gefahr bleibt weiterhin bestehen. Die inzwischen komplett aufgeweichten Dämme könnten unter dem Druck des Elbe-Hochwassers brechen. Jetzt hilft nur hoffen.

Nur durch den unermüdlichen Einsatz der zahlreichen Helfer und Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Bundeswehr, THW, DRK, DLRG, Wasserwehr, Polizei und konnte Schlimmeres verhindert werden.

Nach dem Hochwasser in Schönebeck 2013 beginnen nun die ersten Aufräumarbeiten. Zahlreiche Schäden müssen behoben werden, ehe man zum normalen Leben zurückfindet.

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