Sehenswürdigkeiten im Volcanoes Nationalpark auf Big Island

Heute sind wir erst um 6.00 Uhr aufgestanden – nach 12 Stunden Schlaf, denn die gestrige Lava-Tour war sehr anstrengend. Für den heutigen Tag hatten wir einen Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten im Volcanoes Nationalpark geplant.

Nach einem leckeren Frühstück im Chalet Kilauea für nur 6 $ pro Person mit reichlich Obst, Kuchen, Toast und Kaffee drehten wir noch eine Runde durch den Ort Volcano. Neben einer Tankstelle, einem General Store, einigen Restaurant und Hotels gibt es hier auch einen Waschsalon. Witzig ist das Lava Rock Cafe – im Stil des Hard Rock Cafe. Danach fuhren wir zurück zur Lokahi Lodge, packten unsere Koffer und checkten gegen 10.00 Uhr aus. Mit unserem Gepäck im Wagen fuhren wir nun in den Volcanoes Nationalpark auf Big Island.

Volcanoes Nationalpark – Sehenswürdigkeiten

Hawaii Volcanoes NationalparkAls erstes hielten wir im Visitor Center des Volcanoes Nationalparks. Hier gibt es Ausstellungen mit Modellen und Schautafeln zu den Vulkanen und es laufen Videos vom letzten Vulkanausbruch. Parkranger beantworten Fragen der Besucher, doch die am häufigsten gestellte Frage „Wo kann man fließende Lava sehen?“ bleibt generell unbeantwortet, da die Lava Trekking Tour offiziell nicht angeboten wird (nicht vom Nationalpark) und sehr gefährlich sein kann. Im Visitor Center kann man sich sehr gut einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten im Volcanoes Nationalpark verschaffen.

Seismografen im Jaggar MuseumDer Crater Rim Drive ist eine Straße, die um den Vulkan Kilauea herum führt. Diese ist jedoch oft teilweise gesperrt, da giftige Gase aus dem Vulkan austreten. Am Crater Rim Drive befindet sich das Jaggar Museum. Hier befindet sich eine Ausstellung zum Vulkanismus auf Big Island Hawaii und man sieht hier auch Seismografen, die die Aktivität messen und aufzeichnen. Vom Jaggar Museum aus, hat man einen schönen Blick auf den Kilauea Vulkan. Ein Stück weiter östlich befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt auf den Kilauea, der sich sehr gut für Nachtaufnahmen eignet.

Steam Vents Volcanoes NationalparkWir sind den Crater Rim Drive weitergefahren und kamen an der nächsten Sehenswürdigkeit im Volcanoes Nationalpark an, den Steam Vents. Der aufsteigende Wasserdampf der Steam Vents entsteht durch Regen- und Grundwasser welches auf heißes Vulkangestein trifft und dann als Wasserdampf aufsteigt. Ein Stück weiter befinden sich die Sulphur Banks. Auch hier steigen vulkanische Gase aus dem Boden. Diese Gase enthalten viel Schwefel, der sich dann auf den Steinen gelb-grün ablagert und es riecht stark nach faulen Eiern.

Eingang Thurston Lava Tube im Volcanoes NationalparkBei der Weiterfahrt kamen wir nun wieder am Kilauea Visitor Center, dem Volcano House (leider wegen Umbau geschlossen) und am Parkeingang vorbei, ehe wir am nächsten Aussichtspunkt ankamen. Hier hat man gute Sicht auf den Kilauea Iki. Der nächste Stopp ist nicht weit und man befindet sich direkt an der Thurston Lava Tube. Ein kurzer Weg führt direkt zum Eingang der Lavaröhre und wir gingen ca. 300 Meter durch die Lava Tube. Das ist sehr eindrucksvoll, denn hier floss vor langer Zeit flüssige Lava entlang und bildete diese Röhre.

Nach einem kurzen Stopp am Pu’u Pua’i Overlook fuhren wir weiter und kamen dann auf die Chain of Crater Road. Die Chain of Crater Road führt bis zur Küste und bietet zahlreiche interessante Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten. Der erste Overlook liegt kurz hinter der Abbiegung – der Lua Manu ist ein kleiner Krater mit ca. 100 m Durchmesser.

Hilina PaliDanach sind wir von der Chain of Crater Road rechts auf die Hilina Pali Road abgebogen. Die ca. 15 km lange Straße schlängelt sich durch alte Lavaströme und endet bei den Hilina Pali Klippen. Diese Klippen sind 1500 Fuß hoch und 12 Meilen lang. Von hier oben hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Südküste von Big Island. Hier befinden sich eine Schutzhütte und natürlich auch ein WC. Die Hütte aus Lavasteinen nutzen wir gleich für unseren Lunch mit Reis vom Thai Restaurant in Volcano und Kekse aus unserer Tupperdose (die wir auch schon in New York dabei hatten). Nach dieser erholsamen Pause fuhren wir wieder zurück auf die Chain of Crater Road und hielten an den nächsten Aussichtspunkten an. Dazu gehörten der Pauahi Crater und der Aussichtspunkt am Mauna Ulu.

Wir fuhren die Chain of Crater Road weiter und passierten mehrere Lavaströme und den Kealakomo Lookout bis wir am nächsten Highlight ankamen: die Puú Loa Petrogyphen auf Big Island.

Puú Loa Petrogyphen HawaiiDie Puú Loa Petrogyphen befinden sich ca. 1 km vom Parkplatz an der Chain of Crater Road entfernt. Ein Pfad führt über alte Lavafelder, ist aber leicht zu bewältigen. Die Puú Loa Petrogyphen sind das größte Petrogyphen-Feld auf Hawaii. Hier kann man über 23.000 Bilder sehen, die von den Ureinwohnern in die Lava-Felsen geritzt wurden. Um die Petroglyphen zu schützen, wurde ein Steg als Rundgang installiert, von welchem man die Zeichnungen sehr gut sehen kann. In den Bildern erkennt man Menschen, Tiere und auch astrologische Zeichnungen. Die Felszeichnungen auf Big Island sind sehr interessant und absolut sehenswert.

Ende der Chain of Craters RoadDann fuhren wir weiter zum Ende der Chain of Craters Road. Hier gibt es einen Parkplatz, Toiletten und man bekommt einige Informationen über die Vulkanaktivitäten in diesem Gebiet. Vom Parkplatz am Ende der Chain of Craters Road kommt man bequem zu den Lava Klippen – hier geht es extrem steil nach unten und die Wellen peitschen schäumend an die Klippen.

Zu Fuß kann man noch ca. 1 km die Straße weitergehen, bis die Straße von einem Lava-Fluss unpassierbar gemacht wurde. Ein Weg führt von hier zu einem Aussichtspunkt, von wo aus man die riesige Wasserdampf-Säule beobachten kann – allerdings nur, wenn die Lava in den Ozean fließt.

Weiterfahrt nach Hilo

Nachdem wir uns am Ende der Chain of Craters Road alles angesehen hatten, setzten wir unsere Rundreise auf Big Island fort und fuhren zu unserem nächsten Hotel nach Hilo. Gegen 18.00 Uhr kamen wir im Hotel Naniloa Vulcanoes Resort in Hilo an. Bisher hatten wir nur super Hotels auf Hawaii – das war dann wohl ein Fehlgriff. Das Hotel war zwar sauber (zumindest das Zimmer) aber es war wirklich kein Vergleich zu den anderen Hotels. Wir brachten unsere Koffer auf unser Zimmer, fuhren nach Burger King zum Essen und fielen gegen 22.00 Uhr erschöpft in die Betten.

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